
Ihr Router ist wichtiger als Ihr PC
Viele geben 2000€ für einen Laptop aus und nutzen einen 5 Jahre alten Router. Das ist ein Fehler. Der Router ist der "Türsteher" Ihres Zuhauses. Wenn der Türsteher schläft, kommt jeder rein.
1. Die Trennung: Das Gast-Netzwerk
Vertrauen Sie Ihrem Besuch? Wahrscheinlich schon. Vertrauen Sie dem Smartphone Ihres Besuchs? Besser nicht. Und vertrauen Sie Ihrem "smarten" Kühlschrank? Auf keinen Fall.
- Die IoT-Isolierung: Das "Internet of Things" (smarte Lampen, Alexa, Staubsauger-Roboter) ist notorisch unsicher.
- Die Lösung: Sperren Sie diese Geräte in das Gast-WLAN.
- Im Gast-WLAN kommen Geräte ins Internet, aber sie können nicht auf Ihren PC oder Ihr NAS zugreifen. Wenn der Kühlschrank gehackt wird, sind Ihre Steuerdaten trotzdem sicher.
2. Der DNS-Trick (Schneller und sicherer)
Ihr Internetanbieter (Telekom, Vodafone) sieht jede Website, die Sie aufrufen, über die DNS-Anfragen. Sie können das ändern – direkt im Router.
- Tragen Sie alternative DNS-Server ein.
- Empfehlung (Privatsphäre): Quad9 (
9.9.9.9) oder DNS0.eu (193.110.81.0). Diese blockieren oft auch Malware-Domains. - Empfehlung (Speed): Cloudflare (
1.1.1.1).
3. Die Verschlüsselung: WPA2 ist das Minimum
Prüfen Sie Ihre WLAN-Einstellungen.
- WEP: Sofort ändern! Das ist so sicher wie ein offenes Fenster.
- WPA2 (AES): Der aktuelle Standard. Sicher.
- WPA3: Der neue Goldstandard. Wenn Ihr Router und Ihre Geräte es können -> Aktivieren. WPA3 macht es fast unmöglich, Passwörter durch Ausprobieren (Brute Force) zu knacken.
4. Updates: Automatisch oder gar nicht
Router-Updates sind nervig. Aber notwendig. In den meisten modernen Routern (FritzBox, Asus, Eero) können Sie "Automatische Updates" aktivieren. Tun Sie es. Ein ungepatchter Router kann Teil eines Botnetzes werden, ohne dass Sie es merken.
5. WPS: Bequemlichkeit vs. Sicherheit
WPS (der Knopf zum Verbinden) hat eine dunkle Vergangenheit. Alte WPS-Methoden (PIN) waren leicht zu knacken.
- Tipp: Wenn Sie WPS nicht täglich nutzen, schalten Sie es in der Admin-Oberfläche aus. Es reduziert die Angriffsfläche.
6. Der Standort: Nicht am Fenster
WLAN-Signale gehen durch Wände – und durch Fenster auf die Straße. Ein Hacker im Auto vor Ihrem Haus ("Wardriving") freut sich über starken Empfang.
- Stellen Sie den Router zentral in die Wohnung. Das sorgt für besseren Empfang für Sie und schlechteren Empfang für den Nachbarn.
Fazit: Einmal einrichten, für immer Ruhe
Diese Schritte müssen Sie nur ein einziges Mal machen. Nehmen Sie sich am Wochenende 20 Minuten Zeit, loggen Sie sich in Ihren Router ein und setzen Sie diese Haken. Ihr zukünftiges Ich wird es Ihnen danken.